So geht’s: Frohe Weihnachten – trotz Verwandtschaft!

Weihnachten

Die Kinder rennen schreiend durchs Haus, die Ehefrau streitet mit der Schwiegermutter, Onkel Hans plündert die Hausbar und im Ofen verbrennt die Weihnachtsgans. FROHE FESTTAGE ALLERSEITS, bald ist es wieder soweit…

Dabei könnte man sich diesen Stress durchaus sparen. Wie das geht und welche Tipps & Tricks ich für euch habe, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Bild: (BY-NC-SA) Craig Hodgson

Alle Jahre wieder…

Die (Vor-)Weihnachtszeit ist eine wunderschöne Zeit. Mir gefällt sie! Das Haus wird festlich dekoriert, die Beleuchtung draußen im Garten installiert, überall werden Kerzen aufgestellt, große Schneeflocken fallen vom Himmel, die Landschaft färbt sich weiß…

Und dann stehen zwischen den Festtagen und Neujahr noch zahlreiche Besuche bei den Verwandten an. Nicht alle können das genießen, viele Menschen empfinden dies als Stress pur.

Ja, manche Verwandte können tatsächlich eine ziemliche Herausforderung sein.

Da will man ein gutes Weihnachtsessen im Familienkreis genießen, aber Onkel Markus muss unbedingt einen längst vergessenen Streit wieder aufwärmen, die Schwiegermutter bemängelt die Erziehung ihrer Enkel und gibt Erziehungstipps am laufenden Band. Es ist zum verrückt werden!

Doch Rettung naht. Ich habe heute für dich sieben Tipps, wie du die Weihnachten genießen kannst – trotz Verwandtschaft!

1. Bereite dich auf mögliche Probleme vor:
Überlege bereits im Voraus, welche Probleme auftauchen und welche Themen von den Verwandten zur Sprache gebracht werden könnten. Und dann entscheide, wie du in einem solchen Fall reagieren würdest. Wenn du für alle Eventualitäten gewappnet bist, geht das Fest schon mal ein bisschen ruhiger vonstatten.

2. Plane großzügig Zeit ein:
Mach dich nicht erst im letzten Moment auf den Weg, sondern rechne genügend Zeit für die Anreise mit ein. So ersparst du dir bereits vor dem Treffen eine Menge Stress. Schlafe außerdem mehr als üblich, auch das kann viel helfen.

3. Überlege, welche Fragen anderen missfallen könnten:
Manche Fragen oder Themen sind zwar gut gemeint, können aber vom Gegenüber komplett missverstanden werden: „Bist du immer noch Single oder fandest du inzwischen eine Frau, die deinen Anforderungen genügt?“ „Ich dachte, du hast mit dem Rauchen aufgehört?!“ „Wie kannst du dir so ein teures Auto leisten?“ „Wann heiratet ihr endlich?“ Besser sind offene Fragen wie zum Beispiel: „Wie läuft es in der Liebe?“ „Was hat dich an diesem Auto überzeugt?“ „Was gibt’s Neues bei euch?“

4. Sei sparsam mit Alkohol:
Alkoholische Getränke gehören zu jedem Fest dazu. Aber bitte mit Maß! Zu viel Alkohol hat nur den negativen Effekt, dass du dich nicht mehr ganz unter Kontrolle hast. Und dann kann eine Bagatelle rasch einmal zum riesigen Problem werden. Wenn dann noch ein Wort das andere ergibt…

5. Spiel bei Traditionen mit:
Es gibt viele Leute, die fest an ihren Weihnachts-Traditionen festhalten wollen: Das Weihnachtsessen findet um 18:00 Uhr statt, in den Ofen kommt eine Weihnachtsgans und als Hintergrundmusik müssen traditionelle deutsche Weihnachtslieder laufen. So sehr du auch gerne mal erst um 20 Uhr essen oder im Hintergrund lieber rockige englische Christmas Songs hören würdest; lass es sein und spiele mit. Traditionen geben vielen Menschen Halt und sorgen dadurch für eine bessere Stimmung.

6. Erwarte kein perfektes Fest:
Ich bin ein Perfektionist. Alles muss genau so laufen, wie ich es geplant habe. Außerplanmäßiges mag ich gar nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielen Leuten so geht wie mir. Und genau so, wie ich es mir selber immer wieder sage, gebe ich auch euch den Tipp: Rechnet damit, dass nicht alles perfekt läuft. Oft sind es die unerwarteten Ereignisse, die einem am besten (und positivsten) in Erinnerung bleiben.

7. Finde Dinge, für die du dankbar sein kannst:
Bei jedem Fest gibt es etwas, für das wir dankbar sein können: Vielleicht müssen wir nicht kochen und dürfen uns bekochen lassen. Vielleicht gibt uns die Schwiegermutter ein leckeres Rezept, welches wir so noch nicht kannten. Wir können auch schlicht und ergreifend dafür dankbar sein, dass wir zu Hause fließendes Wasser, immer Strom und eine warme Wohnung haben. Wir können dankbar sein dafür, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, anderen Leuten Geschenke zu kaufen.

Weitere Tipps?
Bestimmt kennst du selber auch noch weitere Tipps, wie wir ein schönes, friedliches Weihnachtsfest gestalten können. Teile deine Tipps unten in den Kommentaren mit den anderen Leserinnen und Lesern!

Alternative: Weihnachten ohne die Verwandtschaft

Niemand ist gezwungen, die Feiertage mit der Verwandtschaft zu verbringen. Wer Weihnachten ohne seine Familie feiern will, hat jedes Recht dazu. Das sagt auch die Kölner Familientherapeutin Gabriele Höreth: „Wer Weihnachten am schönsten findet, wenn er es nur mit seinem Partner und gegebenenfalls den Kindern verbringt, darf diese Vorstellung verwirklichen.“

Es spricht also nichts dagegen, das Fest der Feste ohne Oma, Opa, Schwiegereltern, Tanten und Onkeln zu verbringen. Vor allem Frauen feiern lieber im kleinen, engen Familienkreis. Einen Vorwand, um dies zu verwirklichen, findet man zum Beispiel in einem Kurzurlaub. Das kostet zwar ein paar Euros, dafür ist man danach umso entspannter und kann mit frischer Energie ins neue Jahr starten.

Weihnachten mit der buckligen Verwandtschaft

Vor einem Monat hat Dietmar Bittrich ein Buch herausgegeben, welches sich mit dem ganz normalen Weihnachtswahnsinn befasst: Großkotzige Onkels, stachlige Tanten, betrunkene Schwager, esoterische Nichten, Patchwork-Cousins… Viel Spaß beim Lesen!

PS: Hier erfährst du, wie du erkennst, ob deine Liebsten an deinen Weihnachtsgeschenken wirklich Freude haben…

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