Fernsehen muss nicht schädlich sein: Wie TV deine Motivation verbessern kann!

Nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag tut es gut, auszuspannen und sein Lieblings-TV-Programm zu genießen.

Ich liebe es, wenn ich nach dem Nachhausekommen eine Folge The Mentalist, Planetopia oder stern TV schauen kann.

Doch gleichzeitig heißt es immer wieder: „TV macht dumm.“ Schadet das Fernsehen uns wirklich? Ist es falsch, nach dem Feierabend noch eine Stunde in die Kiste zu gucken? Sollten wir etwas anderes machen? Etwas, das uns mehr herausfordert? Etwas, bei dem wir nicht so passiv sind? Vielleicht sollten wir ins Fitness-Studio gehen oder einen Tanzkurs besuchen?

Bild: (BY-NC-SA) autowitch

Nun, Fitness-Studio und Tanzschule sind sicher Freizeitbeschäftigungen, die Sinn machen und uns sehr viel bringen. Wenn wir unseren inneren Schweinehund überwinden können und den Weg zum Studio auf uns nehmen; super!

Gleichzeitig habe ich aber auch einen Trost für all jene, die zu Hause bleiben und lieber ein bisschen TV gucken wollen: Eine neue Studie zeigt nämlich, dass Fernsehen durchaus Sinn machen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen.

Fernsehen macht nicht dumm, wenn…

Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist (gerne dürft ihr eure Meinung in die Kommentarspalte weiter unten schreiben), aber wenn ich nach Hause komme, dann habe ich vorerst nicht wirklich viel Lust zu irgendetwas. Ich will mich dann bloß eine Weile hinsetzen und so wenig wie möglich tun. Wirklich motiviert, etwas zu tun (zum Beispiel einen Artikel für den interaktionsblog.de zu schreiben) bin ich selten.

Mir fehlt die Energie. Und genau dies bestätigt auch die Studie. Es fehlt uns an Selbstkontrolle, wenn wir nach Hause kommen. Den meisten von uns fällt es dann schwer, etwas zu tun. Unsere „Motivations-Batterien“ sind leer. Doch genau diese Energie bräuchten wir, um aus eigener Initiative etwas sinnvolles zu tun.

Wir können am Morgen nach dem Aufstehen noch so große Pläne für den Abend haben; schlussendlich mögen wir dann oft doch nicht. Der Stress während des Arbeitstages war einfach zu viel.

Eine Möglichkeit, diese Batterien wieder aufzuladen, besteht darin, in eine vertraute soziale Welt zu fliehen. Menschen, die wir kennen, verschaffen uns ein Gefühl von Zugehörigkeit, geben uns Energie, heben unsere Stimmung und stärken unser Selbstwertgefühl.

Studien haben ergeben, dass wir die Menschen, welche wir in unseren Lieblingsserien sehen, zu kennen glauben. Es ist, als gehörten sie zu unserem Freundeskreis. Wissenschaftler fragten sich nun, ob diese Kunstfiguren uns tatsächlich auch ein Gefühl von Zugehörigkeit geben und unser Selbstwertgefühl heben können.

Jaye Derrick von der University at Buffalo testete dies in einem Experiment. Sie fand heraus, dass Menschen im Feierabend tatsächlich nach einer vertrauten Umgebung suchen und diese oft im TV-Programm finden.

Dieses Eintauchen in eine fiktionale Welt führt tatsächlich dazu, dass die Menschen ihre Batterien wieder aufladen können. Nach dem Schauen einer Lieblingsserie waren die Teilnehmer des Experiment besser in der Lage, schwierige Puzzles zu lösen oder sich einer komplexen Aufgabe zu widmen.

Weitere Experimente ergaben: Es muss sich dabei jedoch tatsächlich um eine bekannte Serie handeln, bei der man die Figuren kennt. Nur dann stellt sich das Gefühl von Vertrautheit ein. Wenn man ein Programm schaut, welches einem selber unbekannt ist (sprich: in welchem man die Figuren nicht kennt), hilft das einem nicht, zu frischer Energie zu kommen.

Fazit: Das Schauen einer oder zwei Lieblingsserien am Abend schadet nicht, sondern verhilft uns zu mehr Energie.

Das sind doch mal gute Neuigkeiten!

Kommentare

  1. Hanlonsrazor sagt:

    LOL! Verantwortlich für die „Studie zeichnet die „Bertelsmann Stiftung“ im Auftrag von RTL2!

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